Schützin des Jahres 2020

Jolyn Beer

Der sportliche Höhepunkt 2020 sollten eigentlich die Olympischen Spiele in Tokio sein, dann kam Corona. Die Spiele wurden abgesagt und um ein Jahr verschoben. Es gab nur wenige Wettkämpfe, um seine Leistung unter Beweis zu stellen. Auch die begehrte Qualifikation   konnte nicht abgeschlossen werden. Trotzdem (oder auch gerade deswegen) präsentierte der DSB seine Kandidaten für die Wahl des „Schützen des Jahres 2020“. Eine Wahl die von den Lesern der Deutschen Schützenzeitung durchgeführt wurde. Unter den Teilnehmern auch namhafte Kandidaten wie der Olympiasieger Christian Reitz. Eine Chance auf einen erfolgreichen Abschluss schien gering. Nach der Auszählung stand die Überraschung fest, mit 10 Stimmen Vorsprung und 22% der abgegebenen Stimmen verwies Jolyn den Olympiasieger auf Platz zwei.

Jolyn hier beim Weltcup in München

Jolyn kommentierte ihre erfolgreiche Wahl so:

„Das ist doch verrückt, ausgerechnet in diesem Jahr, wo nichts stattgefunden hat“.

bzw.

„Das ist wirklich eine tolle Auszeichnung, gerade weil es eine Leserwahl ist! Das lässt mich auf jeden Fall noch positiver auf das letzte Jahr zurückschauen und zeigt doch, welch großen Fortschritt wir auch im Jahr der Pandemie machen konnten und dass das gesehen wird“.

Grundlage für Ihre Wahl war ihr Durchschnittsergebnis mit dem KK-Gewehr 3×40 von sensationellen 1182,7 Ringen. Mit ihrem Ergebnis von 1189 erzielten Ringen lag Jolyn 4 Ringe über dem aktuellen Weltrekord.

Kurios: Ihre Leistungssteigerung hat Jolyn wohl der Corona-Pandemie zu verdanken. Dadurch konnte sie stressfrei trainieren und Schwerpunkte in ihrem Trainingsprogramm setzen. Mit ihren Worten: „Diese Pause war das Beste, was mir passieren konnte“.

Wir wünschen ihr, dass sie sich für Olympia qualifiziert und mit dieser Einstellung erfolgreich zurückkehrt.

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