Rückblick 2020

Vereinsinfo

Ein Wort des Vorsitzenden

Rückblick 2020

Infobrief:                                                                                Lochtum, den 22.12.2020

 

Meine lieben Schützenschwestern und Schützenbrüder,

 

Wir schreiben das Jahr 2020…

Wie in jedem Jahr stand im Januar unsere Jahreshauptversammlung an. Unser langjähriger Vorsitzender Wilfried Höpfner stand für eine Wiederwahl nicht mehr zur Verfügung. Es war Zeit für Veränderungen.

Mit diesem Tag haben wir, der neue Vorstand und ich als neuer 1. Vorsitzender, unsere Arbeit aufgenommen. Planungen für unsere jährlichen Veranstaltungen wurden weitergeführt, neue Ideen flossen in die Projekte ein. Die Arbeitsbereiche wurden neu aufgeteilt und umstrukturiert. Wir waren voller Tatendrang und hatten uns für die nächste Zeit viel vorgenommen…

Ihr alle habt miterlebt, wie uns dann ein Virus namens „COVID 19“ aus unserem normalen Leben und aus unseren Träumen gerissen hat. Plötzlich hatte der Vorstand ganz andere Aufgaben zu bewältigen. Mitte März haben sich die Ereignisse förmlich überschlagen. Wir wurden durch behördliche Anordnung gezwungen unseren Schießbetrieb (Wettkämpfe, Trainingsabende, Winterschießen, etc.) bis auf weiteres einzustellen. Bis zu diesem Zeitpunkt einfach unvorstellbar.

Der Vorstand hatte nun die Aufgabe unser höchstes Gut, die Gesundheit aller Schützenschwestern und Schützenbrüder zu schützen. Zu diesem Zweck haben wir immer wieder abwägen müssen, was in der einen oder anderen Situation neben den erlassenen Verordnungen für unseren Vereinssport oder für unsere Veranstaltungen noch möglich ist.

Liebe Schützenschwestern, liebe Schützenbrüder, ich kann Euch versichern, dass sich der Vorstand die Entscheidungen, die er letztlich treffen musste, nicht leichtgemacht hat. Wir standen in der für uns neuen Situation eng zusammen und haben alle Entscheidungen einstimmig und zum Wohle unserer Mitglieder getroffen. So schwer es auch war.

So waren wir dann gezwungen unser Anschießen am Ostermontag sowie unsere Walpurgisfeier abzusagen. Es war leider nicht möglich zu Ostern zusammen zu kommen um unsere Pokale auszuschießen, und bei Kaffee und Kuchen ein paar gesellige Stunden zu verbringen.

Es folgte die Absage unseres Pfingstschießens. Unsere ganze Hoffnung lag jetzt auf unserem Schützenfest. In diesem Jahr wieder mit Schaustellern!

Die Planungen liefen im Hintergrund natürlich weiter. Hoffen und Bangen wechselten sich ab. Was ist zu diesem Zeitpunkt möglich, was ist erlaubt?

Dann die traurige Gewissheit. Die Absage des diesjährigen Schützenfestes. Sie war alternativlos. Die Gesetzeslage hat eindeutig aufgezeigt, dass wir unser „Highlight des Jahres“ einfach nicht durchführen durften. Eine riesige Enttäuschung für uns alle im Verein.

Da somit natürlich auch unser Königsschießen entfallen musste, haben unsere Vorjahresköniginnen und Könige ausnahmsweise eine zweijährige Regentschaft übernommen.

Die Pandemie legte jetzt abgeschwächt eine trügerische Pause ein. Aufgrund von Erleichterungsvorschriften haben wir dann im Juni unseren Schießbetrieb mit den erforderlichen Maßnahmen langsam wiederaufgenommen.

Markierte Sicherheitsabstände, Desinfektionsmittel, Handschuhe, Mund-Nasen-Schutz sowie gegenzeichnete freigegebene Schießstände waren jetzt in unserem Schützenhaus zu sehen. Ein Hygienekonzept war erstellt. Nach 3-monatiger Pause waren wieder Schüsse zu hören… Ein tolles Gefühl, trotz aller widrigen Umstände.

Auch unsere Jugendabteilung hat am 28. August ihren Trainingsbetrieb wiederaufgenommen. Die Jugendlichen zeigten eine großartige Disziplin und erfüllten mit Leichtigkeit alle Hygienemaßnahmen.

Im September haben wir dann den 2. Schritt gewagt. Die Aufnahme des wöchentlichen Trainings. Vorerst ein gemeinsames Training für Damen und Schützen.

Im Oktober war es uns sogar möglich unser KK-Schießen am Sonntagnachmittag mit Kaffee und Kuchen durchzuführen. Es kam ein Stückchen „Normalität“ zurück. Alles aber unter strengsten Hygienevorschriften die alle Schützenschwestern und Schützenbrüder vorbildlich eingehalten haben.

Wir waren wieder zusammen, konnten uns unterhalten und ein Stück Gemeinsamkeit spüren. Wie hatten wir das alle vermisst…

Der Virus hat sich unsere kleinen „Annährungsversuche“ eine Zeit lang mit angesehen und dann mit voller Wucht zurückgeschlagen. Am 02. November waren wir aufgrund der gefassten Beschlüsse der Bundesregierung sowie der Ministerpräsidenten der Länder gezwungen, unseren Schießbetrieb bis auf weiteres wiedereinzustellen. Das Schützenhaus musste wieder geschlossen werden. Corona hatte uns zum zweiten Mal kaltgestellt.

Da es aber trotzdem Belange gab, die geklärt werden mussten, hat der Vorstand am 25. November seine Vorstandssitzung über eine Videokonferenz abgehalten. Eine Premiere für unseren Verein. In dieser Sitzung mussten wir leider alle geplanten Weihnachtsfeiern sowie auch die für den 30. Januar 2021 geplante Jahreshauptversammlung absagen. Ein Ersatztermin ist zurzeit für April/Mai nächsten Jahres angedacht.

Der neue Vorstand hat in diesem schwierigen Jahr immer versucht auf der Höhe des Geschehens zu sein und Euch über unsere Homepage, über WhatsApp, über die Goslarsche Zeitung oder unseren Aushangkasten auf dem Laufenden zu halten. Ich glaube, dass uns dies ganz gut gelungen ist. Vielen Dank an meinen Vorstandskolleginnen und Vorstandskollegen.

Liebe Schützenschwestern, liebe Schützenbrüder, aber vor allem möchte ich mich bei jedem einzelnen von Euch bedanken, dass ihr auch in dieser schlimmen Zeit zu Eurem Verein steht und uns helft gemeinsam diese schreckliche Pandemie zu bekämpfen. Ich bin sehr stolz auf Euch.

Es ist bestimmt nicht schön, dieses Jahr noch einmal Revue passieren zu lassen, aber es ist notwendig und richtig. Es zeigt uns einfach, dass dieser Virus sehr real ist und wir uns schützen müssen.

Bitte haltet Abstand, tragt Euren Mund-und Nasenschutz und beachtet die sonstigen Hygienevorschriften. Es ist so unheimlich wichtig!!

Nur so können wir alle gemeinsam das schreckliche Virus besiegen und nach dieser Zeit alle wieder zusammenkommen und unsere nächsten „Annährungsversuche“ starten. Das, was wir alle so vermissen… Vielleicht ist dann auch mal wieder die ein oder andere Umarmung möglich, die ich persönlich so vermisse.

In diesem Sinne wünsche ich Euch im Namen des gesamten Vorstandes schöne Weihnachten, ein gesundes neues Jahr und Hoffnung auf ein weiteres Stück „Normalität“ im Jahr 2021.

Ralf Jahns

  1. Vorsitzender

 

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