50 Jahre Damenabteilung, das Fest.

Der Termin (30.08.2014) stand fest, die Einladungen waren verschickt und die Teilnehmerzahl ermittelt. Für 100 Schützendamen der befreundeten Vereine musste der Platz im Lochtumer Schützenhaus reichen. Der große Tag konnte kommen.
Pünktlich 16 Uhr ging es los mit dem Einmarsch der Lochtumer Damenführung, die eine „50“ aus   gebundenem Buchsbaum trugen. Die Lochtumer Geburtstagskinder samt Gründungsmitgliedern bildeten eine stattliche Tischreihe. Die Ehrengäste und Vereine des KSV Goslar mit den jeweiligen Abordnungen ihrer Damenabteilungen füllten den Raum bis auf den letzten Platz. Der Vorstand plus einer Gruppe von Lochtumer Schützen hatte die Bedienung der Gäste als Geschenk an die Damen übernommen.

Die aus Buchsbaum gebundene "50" wird in den Saal getragen.
Einzug der gebundenen „50“ aus Buchsbaum, präsentiert von den beiden Damenleiterinnen.

Die Grußworte der Damenleiterin Bärbel Sturm und der Überblick zur Entstehungsgeschichte der Damenabteilung des 1. Vorsitzenden Wilfried Höpfner eröffneten die Veranstaltung. Marion Böhm berichtete im Namen des Organisationsteams des Festes über ihre Tätigkeiten bei den voran gegangenen Jubiläen (25,35,40), über Charme und Schwierigkeiten jeder Veranstaltung und bat alle um Toleranz und Zusammenhalt, so dass für die Zukunft der Schießsport in diesem Schützenhaus immer ein gutes zu Hause haben solle.

 

Die beiden Damenleiterinnen begrüßen die Gäste.
Die Grußworte der Damenleiterin und ihrer Stellvertreterin.
Der 1. Vorsitzende mit seinen Grußworten und dem Rückblick auf die Entstehungsgeschichte der Damenabteilung.
Der 1. Vorsitzende begrüßt die Gäste und hält einen kurzen Rückblick über Entstehung der Damenabteilung.

Als Vertreterin der Stadt Goslar trat die Bürgermeisterin Renate Lucksch nach vorn. In ihren Worten gab sie zum Ausdruck, dass sie gern in den östlichsten Teil der Stadt Goslar komme und den Zusammenhalt im Stadtteil Lochtum schätzen gelernt habe, welcher wohl ein Resultat der ehemaligen Grenznähe sei. Mit dem Rücken an der Wand musste man sich eben zusammenraufen.

Die Goslarer Bürgermeisterin mit Ihren Grußworten.
Die Goslarer Bürgermeisterin mit Ihren Grußworten.
Der Vizepräsident des KSV Goslar würdigt die Initiative der Damen vor 50 Jahren.
Der Vizepräsident des KSV Goslar würdigt die Initiative der Damen vor 50 Jahren.

Es folgte der Vizepräsident des KSV Goslar Wolfgang Just. Er schilderte noch mal allen die Situation der Frau vor 50 Jahren. Keine freie Berufswahl, abhängig von der Zustimmung des Mannes, unter diesen Vorraussetzungen würdigte er die Bemühungen der Frauen, ihre Interessen gegen allen Widerstand selbst in die Hand zu nehmen und mit Erfolg abzuschließen.
Für die Damen des KSV Goslar trat die stellvertretende Damenleiterin Bärbel Just vor die Gäste und schilderte positiv die sportlichen Aktivitäten der Lochtumer Damen.
Auch die ehemalige jahrelange Kreisdamenleiterin Elsbeth Westpfahl fand anerkennende Worte, insbesondere für ihre Nachfolgerin Marion Böhm, mit der sie eine jahrelange Arbeit verbunden hatte.
Die abschließenden Worte sprach der Ortsvorsteher Rouwen Brunke. Alle waren sich darin einig und betonten dieses eindringlich, ohne Frauen ist eine Vereinsarbeit heute nicht mehr vorstellbar.
Nach einer kurzen Pause betrat Annaliese Flehe als 1. Damenleiterin die Bühne. Ihr selbst verfasster Reim aus den Gründungsjahren der Damenabteilung wurde mit großem Beifall bedacht. Diesen Beifall nutzend bereiteten der 1. und 2. Vorsitzende die Auszeichnung der Damenleiterinnen vor. Beginnend mit dem Jahr 1964 wurden aufgerufen und ausgezeichnet, Annaliese Flehe, Edelgard Tell, Marion Böhm, Annette Hauer und Bärbel Sturm. Weiter wurden die noch im Verein befindlichen Gründungsmitglieder ausgezeichnet: Marita Beck, Rosemarie Brandes, Ilse Deike, Annaliese Flehe, Edelgard Tell und Anneliese Warnecke. Rosemarie Brandes wurde noch für die 50-jährige Vereinszugehörigkeit ausgezeichnet, da sie beim Schützenfest nicht zugegen war.

 

Die noch im Verein befindlichen Damenleiterinnen.
Die noch im Verein befindlichen Damenleiterinnen: Annette Hauer; Annaliese Flehe; Marion Böhm; Edelgard Tell; Bärbel Sturm.
Die noch im Verein befindlichen Gründungsmitglieder.
Die noch im Verein befindlichen Gründungsmitglieder: Annliese Flehe; Marita Beck; Ilse Deike; Edelgard Tell; Anneliese Warnecke; Rosemarie Brandes.

Nach diesem ausgiebigen Programm war eine Stärkung von Nöten, die Damenleiterin lud alle zum „etwas anderen Essen“ ein. Der sonst übliche Kaffee und Kuchen wurde durch selbstgemachte Salate, Bratwurst, Fischbrötchen und original spanischer Paella ersetzt.
Für die Lochtumer Damen galt es noch eine Pflicht zu erfüllen und zwar den Wettstreit um die Jubiläumsscheibe. Alle versuchten mit den 3 Schuss die geforderte 5 auf der Scheibe zu treffen. Zeitgleich unterhielt ein Zauberer die Anwesenden im Festsaal.
Ein Brüller im wahrsten Sinn des Wortes waren „Otto und Kalle“, die einen Vortrag in Plattdeutsch hielten. Aktuelle Themen und Witze in Verbindung mit dem Jubiläum sorgten für Gelächter und tosenden Beifall.

 

Der zur Unterhaltung arrangierte Zauberer.
Der zur Unterhaltung arrangierte Zauberer.
Der Höhepunkt des Nachmittags "Otto und Kalle" auf Platt.
Der Höhepunkt des Nachmittags „Otto und Kalle“ auf Platt.

Diese Beiträge sorgten dafür, dass die Zeit wie im Fluge verging und man langsam an den Heimweg dachte. Als die Tische sich gelichtet hatten war auch die Auswertung der Jubiläumsscheibe abgeschlossen. Die Siegerehrung wurde von den beiden Vorsitzenden vorgenommen. Acht Frauen hatten die geforderte 5 getroffen. Mit der besten 5 wurde die Scheibe an Karin Seifert übergeben. Mit großer Freude nahm sie die Scheibe in Empfang, die nach Beschriftung einen Ehrenplatz im Schützenhaus bekommen wird.

 

Der 1. Vorsitzende überreicht die Jubiläumsscheibe an Karin Seifert.
Der 1. Vorsitzende überreicht die Jubiläumsscheibe an Karin Seifert.
Jetzt rückten die Damen zusammen und schwelgten in Erinnerungen. Die alten bekannten Lieder wie „Schön rund um de‘ Brust“ oder „Einen können wir noch, drei haben wir schon“ schallten lautstark durch das Schützenhaus.

„So ein Tag, so wunderschön wie heute“ wird es wohl erst in 10 Jahren wieder geben.

 

 

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