Schützenfest 2017

125-jähriges Jubiläum mit Höhen und Tiefen

Wochenlange Planungen und viele Sitzungen des Festausschusses waren angesagt, um die Vorstellungen der Einzelnen auf einen Nenner zu bringen und einen entsprechenden Zeitplan zu erstellen. Lange Vorbereitungen hat die Festzeitschrift in Anspruch genommen, um dennoch am Ende mit Verzögerung in den Verkauf zu gelangen. Einfach weil die Inserate nur zögerlich oder erst nach erneuter Aufforderung eintrafen. So konzentrierte sich ein großer Anteil der Vorbereitungen auf die Woche vor dem Fest. Ehrenpforten und Zeltplatz ließen auch keine andere Terminierung zu. Hier ist besonderst der 1. Vorsitzende Wilfried Höpfner zu erwähnen, der fast unermüdlich und jeden Tag am Schrauben war. Dennoch war es irgendwann vorbei, die Arbeiten erledigt und das Fest konnte beginnen.

 

Ehrenpforte am Festzelt

Fast traditionell startete man am Freitag mit dem Seniorennachmittag. Das Platzangebot im Festzelt war für diese Veranstaltung großzügig, aber es stand ja noch der Kommersabend auf dem Programm. Die dargebotene Verköstigung mit entsprechenden Getränken wurde von den Anwesenden gut angenommen. Der Männergesangverein Einigkeit Lochtum gehörte ebenso zum Unterhaltungsprogramm wie die musikalische Unterhaltung durch Herrn Schulz. Nicht fehlen durfte auch die Darbietung von Otto und Kalle auf Plattdeutsch.

Zum Festgottesdienst (17:00 Uhr) sammelten sich alle Lochtumer Vereine im Festzelt zum gemeinsamen Marsch Richtung Kirche. Alle waren gespannt darauf wie sich der neue Pastor (Martin Widiger) zu dieser Art von Gottesdienst stellt. Mit seiner zeitbezogenen Predigt ist der Pastor gut bei der Dorfgemeinschaft angekommen und aufgenommen worden. Man könnte sagen, es waren die 3 Tage des Martin Widiger, da er immer zugegen war. Nach der Kranzniederlegung auf dem Ehrenfriedhof, musikalisch untermalt vom Hüttenmusikkorps Harz, marschierte man zum Festzelt zurück. Der Zeitpunkt „Kommersabend“ rückte näher.

Kranzniederlegung am Ehrendenkmal
Rückmarsch von der Kirche zum Festzelt

Den Kommersabend könnte man in abgewandelter Form unter das Motto „Stell Dir vor, es ist Schützenfest, und keiner geht hin“ stellen. Nur 1 Verein war der Einladung zum Kommersabend gefolgt. Unser Dank geht an den SV Lengde.

Eine Situation die auch den anwesenden Gratulanten aus Politik und Sport aufgefallen ist und entsprechend hinterfragt wurde. Den Reigen der Festredner eröffnete unser langjähriger Freund und stellvertretende Landrat (Horst Brennecke). Ihm folgten die Glückwünsche der Stadt Goslar überbracht vom Bürgermeister (Martin Mahnkopf). Die Politik fand ihren Abschluss mit den Worten vom Ortsvorsteher Rouwen Brunke. Vom Sport traten an das Mikrofon der Vizepräsident des NSSV (Peter Ahlborn) und der stellvertretende  Vorsitzende des Kreissportbundes (Dr. Johann Alberts). Zu ihren Gastgeschenken gehörte ein Fahnennagel, die Jubiläumsplakette und ein Bild. Den Anfang der Lochtumer Vereine machte die Feuerwehr, vertreten durch Heiko Hartmann. Ihm folgte der Männergesangverein Einigkeit Lochtum (Jörg Caspar) und der Sportverein mit Wilfried Hartge. Den Abschluss bildeten der Förderverein der Feuerwehr (Patrick Blüher) und das Rote Kreuz mit Helga Pape.

Gruppenbild der Festredner v.l. Burgermeister Martin Mahmkopf; Vizepräsident NSSV Peter Ahlborn; v.r. Stellvertretender Landrat Horst Brennecke; Kreissportbund Dr. Johann Alberts; Rouwen Brunke; Wilfried Höpfner.
Es darf getanzt werden

Ein besonderes Geschenk wurde dem 1. Vorsitzenden (Wilfried Höpfner) von Marita Beck und Ilse Deike bereitet. Beide überreichten, stellvertretend für die 6 noch lebenden Gründungsmitglieder der Damenabteilung, eine von diesem Personenkreis gestiftete Königskette. Diese soll die 53 Jahre alte Königskette, welche an Gewicht erheblich zugelegt hat, ersetzen. Für dieses Geschenk bedankte sich der überraschte 1. Vorsitzende bei allen 6 Spenderinnen. Er verdeutlichte den Anreiz für diese Königskette: Nicht nur Königin (Ringkönigin) am 125-jährigen Jubiläum sondern auch die erste Eintragung auf der Kette standen am Sonnabend zur Verteilung.

Damit war der offizielle Teil des Kommersabends beendet und die Tanzfläche wurde freigegeben. Einer Aufforderung die DJ Sven Gabriel gern nachkam. Es dauerte nicht lange und er hatte das Zelt im Griff, besonderst die Schützendamen nutzten die Tanzfläche ausgiebig.

Ausmarsch zum einsammeln der Könige von 2016
Abholen der Könige, hier bei Alexander Hauer

Der Tag zwei (Sonnabend) startete traditionell mit dem Wecken der Schützen. Um 12:00 Uhr hieß es dann Antreten zum Abholen der Könige von 2016. In diesem Jahr versammelte man sich im Festzelt, um dann mit dem Spielmannzug aus Stapelburg einen König nach dem anderen abzuholen. So schlängelte sich der bunte Reigen fast durch alle Winkel der Ortschaft, bis man wieder mit allen Königen am Festzelt eintraf. Dort standen Kaffee und Kuchen bereit, um die Umzugsteilnehmer zu versorgen. Die Schießleitung begab sich mit dem ersten Transport zum Schützenhaus, um alles für das Königsschießen bereit zu machen. Nach und nach trafen dort die Teilnehmer am Königschießen ein und absolvierten ihre Schüsse, um dann in guter Hoffnung den Rückweg ins Festzelt anzutreten. Dort stand gerade das Kinderprogramm mit Mr. Ballonie und Kinderkönigschießen (Pusterohr) auf dem Programm.

Die Ringkönigin mit Scheibe und neuer Kette
Der strahlende Hirschkönig

Zum Abend versammelten sich alle Teilnehmer des Königsschießens zum Tanz und warteten gespannt auf die Proklamation der Jubiläumskönige. Um 21:00 Uhr war es so weit. Der 1. Vorsitzende (Wilfried Höpfner) und der Schießsportleiter (Rudolf Matschke) traten vor das Mikrofon. Die Könige von 2016 wurden vor die Bühne gebeten um ihre Ketten zu überreichen. Nach kurzer Abstimmung wurde der erste König 2017 aufgerufen. Siehe gesonderte Liste oder Bild. Neben einigen Seriensiegern gab es Neulinge unter den Majestäten zu vermelden. Besonderen Jubel gab es bei der Volkskönigin (Jessica Schütt), dem Pistolenkönig (David Hartmann) und der erstmaligen Besitzerin der neuen Kette der Ringkönigin (Marion Böhm). Es war ihr eine besondere Freude, gehörte doch ihre Mutter zu den Stiftern der Kette. Am Schluss stellte man sich dem obligatorischen Pressefoto. Im Nachgang wurde noch die Ehrenscheibe zum 125-jährigen Jubiläum an Knut Warnecke und der Rudolf-Baars-Gedächtnispokal an Rika Hartmann verteilt.

Die neuen Könige 2017

Ein weiterer Höhepunkt außerhalb des Programms war der Auftritt von „Die Tenöre“. Drei verkleidete Schützenbrüder stellten sich singend dem Publikum. In Abendgarderobe, mit Zylinder, Handschuh und Schal sangen sie das Lied „Dich gibt’s nur einmal für mich“, wobei sie sich der Schwerkraft trotzend in alle Richtungen verneigten. Dieser viel bejubelte Beitrag bedurfte einer Wiederholung. Die drei Akteure (Wilfried Höpfner, Rudolf Matschke, Ralf Jahns) waren danach sichtlich erschöpft und benötigten eine entsprechende Stärkung.

Der Auftritt der dei Tenöre
Das Überraschungs-Jubiläumsfeuerwerk

Dieses sollte nicht die letzte Überraschung des Abends sein. Um 22:00 Uhr wurde es plötzlich laut vor dem Festzelt. Ein Feuerwerk das sich sehen lassen konnte erhellte den Bommhof zur nächtlichen Zeit. Es handelte sich hierbei um ein Dankeschön der Feuerwehr Lochtum, die sich damit für ihr Jubiläum revangierte. An dieser Stelle ein herzlichen Dank dafür.

Nach diesen Unterbrechungen waren die Besucher in Stimmung und der DJ hatte keine Probleme die Menge weiter bei Laune zu halten. Die neuen Könige steuerten ihren Anteil dazu bei.

Der Sonntag, mit ungewohnter Programmvielfalt, startete mit dem Schützenfrühstück. Frühstück im wahrsten Sinne des Wortes, denn um 09:30 Uhr begann sich das Zelt zu füllen. Das Landkreiskönigsschießen am Nachmittag hatte für eine Programmstraffung gesorgt.

Der 1. Vorsitzende eröffnet das Schützenfrühstück
Der Festgottesdienst von Pastor Martin Widiger

Schützenfrühstück mit Festgottesdienst und Gastrednern, Grußworte des Kreispräsidenten (Hartmut Richter) und Ehrungen für langjährige Mitglieder. Siehe gesonderte Liste. Hervorzuheben ist die Ehrung für 50 Jahre DSB (Werner Unverhau) und 55 Jahre Vereinszugehörigkeit von Otto Deike.

Für engagierte Jugendarbeit wurde Annika Bischoff ausgezeichnet.

Der Zeitplan wurde eng, um 13:00 Uhr sollte die Aufstellung des Festumzuges auf dem Sportplatz erfolgen. Die Beschallungsanlage konnte kurzfristig  ihren Betrieb aufnehmen, damit die Begrüßungsworte des 1. Vorsitzenden vom Fachverband Schießsport (Hartmut Richter) zu allen Ohren gelangte. Dann schlängelte sich ein großer Umzug durch den Ort bis zurück zum Zelt, nicht ohne die für Lochtum übliche Pause am Pastorenhaus, wo eine Erfrischung gereicht wurde.

Antreten zum Jubiläums-Festumzug auf dem Sportplatz
Antrten der Fahnen auf dem Sportplatz

Die Verantwortlichen der 3 Kreisverbande warteten inzwischen im Schützenhaus auf die ersten Könige. Sollte doch heute der König der Könige ermittelt werden. Jugend und Damen gingen mit dem Luftgewehr und Schützen mit dem KK-Gewehr an den Start. Man konnte 3 einsehbare Probeschüsse abgeben, danach den verdeckten Königsschuss. Bis 17:30 Uhr war alles erledigt und die Auswertung stand. Jetzt hieß es zurück zum Festplatz und alles für die Proklamation vorbereiten. Pünktlich begab sich der Vorsitzende des Fachverbandes ans Mikrofon um seine Mitstreiter aus den Kreisverbänden vorzustellen, die Könige des Jahres 2016 nach vorn zu bitten und mit entsprechenden Kunstpausen für Spannung zu sorgen. Lochtumer Könige waren leider nicht unter den Siegern, mit einem dritten (Annika Bischoff) und einem zweiten (Rudolf Matschke) Platz war man dennoch dabei.

Die geehrten Lochtumer Vereinsmitglieder
Die neuen Landkreiskönige

Noch war nicht alles vorbei, die Tombolapreise sollten noch ihre neuen Besitzer finden. Im Jubiläumsjahr war diese mit anspruchvollen Preisen bestückt. Um 19:00 Uhr betrat der 1. Vorsitzende (Wilfried Höpfner) mit seiner Glücksfee die Bühne, nach kräftigem Mischen wurde die erste Nummer bekannt gegeben. Viel bejubelt wurde jeder Preis entgegen genommen, der Hauptpreis, ein Fahrrad von der Firma Lehmann und Hinze, heizte die Stimmung noch einmal an. Gewinner war wieder einmal die Familie Höpfner.

Die Übergabe des 1. Preises der Tombola an Familie Höfner
Damit war der offizielle Teil des 125-jährigen Schützenfestes beendet. Ein gelungenes Fest mit vielen Höhepunkten, ein Fest welches nicht nur als ein Erfolg für den Schützenverein sondern auch für die Ortschaft Lochtum anzusehen ist. Einige konnten einen Vergleich mit den 100-jährigen ziehen, noch wenigere werden es mit dem 150-jährigen vergleichen können, wünschen würden wir es allen.

 

Die Könige 2017

Die neuen Könige 2017

von links kniend

Lena Peuker (Kinderkönigin); Sandra Eckel (Lichtpunktbeste); Niklas Totz (Juniorenkönig); Jule Brunke (Schülerkönigin); Annika Bischoff (Jugendkönigin); Leonhard Hausschild (Kinderkönig)

von links stehend

Werner Unverhau (Hirschkönig); Marion Böhm (Ringkönigin); Björn Buchholz (Ringkönig); Helmut Hübner (Großer König); David Hartmann (Pistolenkönig); Karin Seifert (Große Königin) Jessica Schütt (Volkskönigin)

Die geehrten Lochtumer Vereinsmitglieder

Die geehrten Lochtumer Vereinsmitglieder

Im Vordergrund von links

Tesa Herwig (15 Jahre NSSV); Elvira Dieber (25 Jahre DSB); Annika Bischoff (KSV Gutschein);  Rosel Fehland; Annette Hauer; Mathias Brandes (alle 40 Jahre Verein).

Dahinter von links

Knut Warnecke; Utz Schrader (beide 40 Jahre DSB); Werner Unverhau (50 Jahre DSB); Wolfgang Engler (25 Jahre DSB); Olaf Fulst (40 Jahre Verein); Otto Deike (55 Jahre Verein); Klaus Schöner (40 Jahre Verein).

Eingerahmt vom KSV Präsidenten Hartmut Richter (links) und 1. Vorsitzenden Wilfried Höpfner (rechts).

 

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